Licht und Arbeitsschutz in der Industrie

Die Arbeitsstättenrichtlinie für Beleuchtung (ASR A3.4.)

Die passende Beleuchtung / Ausleuchtung von Arbeitsplätzen ist ein wesentlicher Faktor für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz Ihrer Arbeitnehmer. Die Geschäftsleitung steht hier in der Pflicht!

Die Arbeitsplätze sollten so arbeitnehmerfreundlich wie möglich gestaltet werden, denn dies dient nicht nur dem Schutz des Arbeitnehmers, auch die Produktivität wird durch einen sicheren, angenehmen Arbeitsplatz gefördert und Fehler sowie Arbeitsunfälle reduziert.

Was genau unter einem sicheren Arbeitsplatz zu verstehen ist, gibt die Arbeitsstättenrichtlinie für Beleuchtung wieder.

Die Arbeitsstättenrichtlinie A3.4 beschäftigt sich mit der Beleuchtung verschiedener Arbeitsplätze in Innenräumen und im Außenbereich. Dabei wird sowohl künstliches als auch natürliches Licht berücksichtigt.

Betrachtet werden nicht nur die direkten Arbeitsplätze, sondern auch deren Umgebung und alle Bereiche, in denen sich der Arbeitnehmer bewegt.

Tageslicht am Arbeitsplatz

Arbeitsplätze sollten mit ausreichend Tageslicht und Fenstern versehen sein. Die Beleuchtung ist sowohl wetter- als auch tageszeit- und jahreszeitabhängig. Daher muss auch in Räumen mit ausreichend Tageslicht über den Tag eine rein künstliche Beleuchtung die geforderte Beleuchtungsstärke erreichen. Bei einer Lichtplanung wird natürliches Licht also nicht berücksichtigt.

Künstliche Beleuchtung am Arbeitsplatz

Die Arbeitsstättenrichtlinie stellt nur Richtwerte bzw. Mindestanforderungen auf, individuelle Anforderungen sollten jedoch berücksichtigt werden.

Es werden Richtwerte für eine Mindestbeleuchtungsstärke und Blendung angegeben, die sich an die DIN 12464 anlehnen. Diese Beleuchtungsstärken gelten für die Arbeitsplätze. Sind die Arbeitsplätze nicht konkret definiert, kann der Richtwert auch auf den kompletten Raum angewendet werden. Meist ist das von Vorteil, da sich die Anordnung der Arbeitsplätze im Laufe der Zeit ändern kann.

Wird der Arbeitsplatz gezielt ausgeleuchtet (was aus energetischen Gesichtspunkten bei höheren Beleuchtungsstärken sinnvoll sein kann) darf der Umgebungsbereich nicht zu dunkel werden.

Blendung, Flimmern und starke Schatten können im Arbeitsablauf stark irritieren – deshalb widmet sich die Arbeitsstättenrichtlinie auch diesem Bereich mit der Aufforderung, diese zu vermeiden. Auch die Farbwiedergabe sollte dem Arbeitsprozess angemessen sein.

Betrieb der Beleuchtungsanlage

Einmal eingerichtet muss die Beleuchtung gewartet und die Beleuchtungsstärke sowie andere sicherheitsrelevante Parameter sichergestellt werden. Beleuchtungsmessungen und ständige Beobachtung und Neubewertung sind hier nötig.

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